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Mittwoch, 25. April 2018

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Toni Mack, Restaurator WTA

Fach­be­rei­che: Ge­mäl­de, Skulp­tur, Wand­ma­le­rei, Stein, po­ly­chro­me Ober­flä­chen.

Jahr­gang 1935, Kir­chen­ma­ler, Fass­ma­ler und Ver­gol­der-Meis­ter mit Staatsmedaille, wirk­te an vie­len be­deu­ten­den Kunst- und Kul­tur-Ob­jek­ten in Bay­ern mit wie Bau­denk­ma­len, Kir­chen und Schlös­sern, u.a. an der Wie­der­auf­bau-Pha­se der Re­si­denz in Mün­chen, bis er sich im Jahr 1960 selb­stän­dig mach­te. 1970 er­war­ben er und sei­ne Frau Re­na­te (Restauratorin seit 1966) den Fres­ken­hof - in ei­nem dra­ma­ti­schen Wett­lauf mit der Zeit - 4 Tage vor dem ge­plan­ten Ab­bruch. Aus den Prob­lem­stel­lun­gen um eine dau­er­haf­te Kon­ser­vie­rung, Rest­au­rie­rung und Sa­nie­rung des Ob­jek­tes er­ga­ben sich neue Denk- und Vor­ge­hens­wei­sen, mit der The­ma­tik Bau­denk­mal­pfle­ge sinn­vol­ler um­zu­ge­hen. 

Als Fachmann im eigenen Baudenkmal hat man die besondere Chance zur Forschung und auch des Erlebens. Dabei zeigten sich ungeahnte Probleme:

Größ­tes Hin­der­nis war ne­ben der ho­hen, jahr­zehn­te­lan­gen Geld­ver­schul­dung (bedingt durch die Rettung des Baudenkmals) auch die Tat­sa­che ei­genstän­di­gen Den­kens und Han­delns im Be­zug auf tech­no­lo­gi­sche Neu­e­run­gen und Ver­fah­rens­wei­sen, das be­hörd­li­cher­seits mit er­heb­li­chen Be­hin­de­run­gen und Blo­cka­den re­flek­tiert wur­de. Eine - aus heu­ti­ger Sicht po­si­ti­ve - Fol­ge da­raus ist, daß die Rest­au­ra­to­ren heu­te ihre Exis­tenz fast aus­schließ­lich durch pri­va­te Auf­trag­ge­ber be­strei­ten und durch ihre Ver­eins­tä­tig­keit / -ein­bin­dun­gen kei­ne gro­ßen Nach­tei­le be­fürch­ten müs­sen. Öf­fent­li­che Emp­feh­lung/Ein­be­zie­hung und Auf­trä­ge wer­den wohl des­halb seit Jahr­zehn­ten ver­wehrt.         

Von An­fang an be­schränk­te Toni Mack sein denk­mal­pfle­ge­ri­sches En­ga­ge­ment nicht nur auf den Fres­ken­hof son­dern auch auf vie­le Prob­lem-Ob­jek­te im na­hen und wei­te­ren Um­feld.         

Der Schutz des Be­rufs­bil­des "Rest­au­ra­tor" war für ihn eine wei­te­re Mo­ti­va­ti­on. 12 Jah­re lei­te­te er im Vorstand als Ge­schäfts­füh­rer un­er­müd­lich die Ge­schi­cke des VFRB, Ver­band der frei­be­ruf­li­chen Rest­au­ra­to­ren in Bay­ern (da­mals ein­ge­bun­den in den Deut­schen Dach­ver­band DVFR) und leis­te­te da­bei vie­le wich­ti­ge Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der heu­ti­gen Hoch­schul­aus­bil­dung wie zur Ein­bin­dung der Rest­au­ra­to­ren­schaft in den Ver­band der frei­en Be­ru­fe.
In die­sem Rah­men hat­te er auch häu­fig mit dem The­ma der Kor­rup­ti­on in der Denk­mal­pfle­ge Be­rüh­rung, das die Rest­au­ra­to­ren-Fa­mi­lie wie der Ver­ein bis heu­te un­ab­läs­sig be­kämp­fen.         

Im Be­mü­hen, die fach­li­che Kom­pe­tenz zu stei­gern und zu­gleich das funk­ti­o­nel­le Zu­sam­men­wir­ken der Prak­ti­ker mit den Wis­sen­schaft­lern art­ver­wand­ter Fach­dis­zip­li­nen als ge­mein­nutz­di­en­li­che Ver­ei­ni­gung zu­sam­men­zu­füh­ren, entstand der WTA e.V.

Als Mit­ideen­ge­ber und Grün­dungs­mit­glied der WTA e.V.-in­ter­na­ti­o­nal (16.12.1976) darf Toni Mack sich zu den ers­ten Zehn rech­nen, de­ren Mit­glie­der-Zahl sich in­zwi­schen auf ca. 500 ge­stei­gert hat. Als eine Fol­ge wur­de am 22.3.1980 der DMF e.V. ge­grün­det. Von 1995 zum Jahr 2013 erfüllte er die Funktion des ersten Vorsitzenden.